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Rückblick Falkensteiner

Wien, 16.12.20

1. Welche Maßnahmen hat Ihr Unternehmen während Corona unternommen, um weiter auf Kurs zu bleiben?

2020 war für die gesamte Tourismusbranche ein sehr turbulentes Jahr. Auch unser Unternehmen hat viele schwierige Situationen meistern müssen - aber auch einige Höhen erlebt. Nach einer sehr starken Wintersaison wurden wir durch die Covid-Krise abrupt gestoppt und mussten im März innerhalb weniger Tage alle Hotels schließen. Während der Hotelschließungen haben wir rigorose und langfristige Kosteneinsparungen umgesetzt und alle Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. So konnten alle Arbeitsplätze gesichert werden. Auch haben wir, soweit möglich, staatliche Unterstützungen ausgeschöpft und mit unseren Verpächtern Pachtreduktionen ausgehandelt. Gleichzeitig haben wir jedoch sofort auch den Fokus auf die Sommersaison gelegt und mit flexiblen Buchungsbedingungen und pro-aktiven Umbuchungsvorschlägen unsere Gäste motiviert, ihre bereits getätigten Buchungen zu halten oder neue Reservierungen zu tätigen. Für unsere Hotels haben wir für die Wiedereröffnung ein sehr umfassendes und konsequentes Safe Hotel Konzept für einen sicheren, aber trotzdem entspannenden Urlaub ausgearbeitet und gruppenweit trainiert und umgesetzt. Ab Mitte Mai haben wir auch wieder aktiv in Marketingmaßnahmen investiert. So konnten wir ab der möglichen Eröffnung der Hotels sehr schnell durchstarten und haben vor allem in Österreich und Italien ein sehr gutes Sommer- und Herbstergebnis erwirtschaftet. Ein Teil unserer Hotels ist durch die momentanen Schließungen als Sommersaisonbetriebe nicht betroffen. In den Winterbetrieben sind die Mitarbeiter wieder in Kurzarbeit und wir sind auch hier wieder bemüht, mögliche staatliche Förderungen zu sichern. Eine erneut gute Vorbereitung gibt uns die Sicherheit, dass wir auch in den Winterhotels wieder effizient den Betrieb hochfahren können, sobald das möglich ist.

2. Was gab Ihnen und Falkensteiner in dieser Zeit Hoffnung?

Wir haben bei unseren Mitarbeitern einen sehr großen Zusammenhalt und eine unglaublich große Loyalität zum Unternehmen wahrgenommen. Viele der besten Ideen sind an der Basis entstanden und mit viel Motivation und ungebrochenem Willen umgesetzt worden. Loyalität und positiven Zuspruch haben wir aber auch von vielen Gästen erfahren, die uns gelobt, bestärkt und vor allem die Treue gehalten haben. Viele Gäste haben von sich aus ihre Aufenthalte bei Falkensteiner in zukünftige Zeiträume umgebucht und nicht auf eine Rückgabe ihrer Anzahlungen bestanden. Auch die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Immobilieninvestoren und Finanzierungspartnern hat gezeigt, dass sie an unser Geschäftsmodell glauben und auch in Zukunft zu unserem Unternehmen stehen. Es macht uns zuversichtlich zu wissen, dass wir nach der Krise mit unserem Hotelportfolio sehr gut aufgestellt sind. In der Flugbranche muss man davon ausgehen, dass es zu Konsolidierungen kommt. Zusammen mit neuen Auflagen für das Reisen mit dem Flugzeug werden als Konsequenz die Preise steigen. Das und die Fokussierung der Menschen auf mehr Regionalität, Nachhaltigkeit und die Nähe zur Natur werden dafür sorgen, dass sich die Nachfrage von den Fernreisen zu mehr Nahreisen verschieben wird. Wir sind deshalb überzeugt, dass mittelfristig gerade die Märkte, in denen wir tätig sind, davon profitieren werden. Unsere Falkensteiner Destinationen sind meist einfach mit dem Auto oder der Bahn erreichbar und bieten die nachgefragten Eigenschaften wie Naturnähe und regionale Authentizität. Zudem betreiben wir großteils Leisure-Hotels, die schneller die Krise überwinden werden als Stadthotels und die Covid-Krise hat gezeigt, dass Premium-Produkte wie unsere Hotels großes Vertrauen genießen und auch in Zukunft von einer höheren Nachfrage profitieren werden.

3. Gab es etwas, das Sie in dieser Zeit lernen und für die Zukunft mitnehmen konnten?

In einer schweren Krise überlebt nicht der Größte, sondern der Schnellste und Anpassungsfähigste. Wir haben sofort auf einen Krisenmodus umgestellt und in den ersten Wochen nach der erzwungenen Schließung der Hotels viele gute und wichtige Entscheidungen getroffen, die uns gestärkt aus dieser Krise hervorgehen lassen. Außerdem hat sich gezeigt, dass eine transparente und intensive Kommunikation im Unternehmen und zu externen Stakeholdern der Schlüssel ist, um eine klare Richtung vorzugeben und gemeinsame Lösungen zu finden. Auch hier haben wir in den letzten Monaten viel dazugelernt.
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