Finnest Logo

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Präambel

Die Finnest GmbH, Schleifmühlgasse 6-8, Top 815, A-1040 Wien, Österreich, eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien unter FN 418310m, vertreten durch ihren Geschäftsführer Günther Lindenlaub (im Folgenden auch „Finnest“ genannt) ist Betreiberin der Internetseite www.finnest.com (im Folgenden einheitlich „Plattform“ genannt). Auf der Plattform unter der Domain www.finnest.com sowie im Rahmen einer Kooperation über die Website: www.kapilendo.de, welche von der Kapilendo AG, Joachimsthaler Str. 30, 10719 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 165539 B, betrieben wird, können Unternehmen mit Sitz in Österreich oder mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland jeweils als Darlehensnehmer (im Folgenden „Darlehensnehmer“ genannt) Vermögensanlagen in Form von qualifiziert nachrangigen Darlehen gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 4 Vermögensanlagengesetz (im Folgenden „Nachrangdarlehen“ genannt) in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Personen, Personenvereinigungen / Personengesellschaften und/oder Kapitalgesellschaften als Darlehensgebern (im Folgenden „Darlehensgeber“ genannt) anbieten. Zudem können dort Unternehmen mit Sitz in Österreich oder mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland als Emittenten von Genussrechten (im Folgenden „Genussrechtsemittent“ genannt) qualifiziert nachrangige Genussrechte gemäß §1 Abs. 2 Nr.5 Vermögensanlagengesetz mit Verlustteilnahme (im Folgenden „Genussrechte“ genannt) in der Bundesrepublik Deutschland ansässigen Personen, Personenvereinigungen / Personengesellschaften und/oder Kapitalgesellschaften als Inhaber des Genussrechts (im Folgenden „Genussrechtsinhaber“ genannt, Darlehensgeber und Genussrechtsinhaber im Folgenden auch einheitlich „Anleger“ genannt) für die Überlassung von Genussrechtskapital anbieten. Der jeweilige Darlehensnehmer bzw.der jeweilige Genussrechtsemittent ist der Emittent und Anbieter des betreffenden Nachrangdarlehens/Genussrechts (Darlehensnehmer und Genussrechtsemittent im Folgenden auch einheitlich „Anbieter“ genannt).

Die Nutzung der Plattform durch Anleger mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland und durch Anbieter, die Anlegern mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland den Abschluss von Nachrangdarlehen/Genussrechtenanbieten, erfolgt ausschließlich auf Grundlage dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB“ genannt). Bei der Nutzung der Plattform www.kapilendo.de gelten die Nutzungsbedingungen dieser Plattform.

§ 1 Abschluss des Vermittlungsvertrages mit Finnest

1.1 Vertragsschluss mit Anlegern

Zur Nutzung der Plattform oder der Plattform www.kapilendo.de muss sich der Anleger unter Eingabe von persönlichen Daten wie seines Namens, seiner E-Mail-Adresse und eines Passwortes auf der jeweiligen Plattform registrieren. Im Anschluss erhält er einen Bestätigungs-Link per E-Mail. Mit dem Bestätigungs-Link werden dem Anleger diese AGB, die Informationen für Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen für den Vermittlungsvertrag sowie die nach der Verordnung über die Finanzanlagenvermittlung (FinVermV) vorgeschriebenen Informationen übersandt. Mit Aktivierung des Bestätigungs-Links gibt der Anleger ein Angebot auf Abschluss eines Vermittlungsvertrages mit Finnest ab, welches Finnest durch Freischaltung der jeweiligen Plattform gegenüber dem Anleger annimmt.

1.2 Vertragsschluss mit Anbietern

Der Vermittlungsvertrag zwischen Finnest und dem Anbieter unter Einbeziehung dieser AGB kommt im Wege der individuellen Kommunikation per E-Mail zustande.

§ 2 Gegenstand des Vermittlungsvertrages

2.1 Allgemeines

Aufgrund des gemäß § 1 abgeschlossenen Vermittlungsvertrages vermittelt Finnest über die Plattform sowie über www.kapilendo.de Verträge über Nachrangdarlehen / Genussrechte zwischen Anbietern und Anlegern. Emittent und Anbieter des betreffenden Nachrangdarlehens / Genussrechts ist allein der jeweilige Darlehensnehmer / Genussrechtsemittent. Finnest ist weder Anbieter noch Emittent des jeweiligen Nachrangdarlehens / Genussrechts noch schuldet Finnest Beratungsleistungen gegenüber Anbietern oder Anlegern. Finnest gibt keine Empfehlung ab, Verträge über Nachrangdarlehen / Genussrechte abzuschließen. Jeder Anleger beurteilt in eigener Verantwortung, ob der Abschluss eines Nachrangdarlehens / die Zeichnung eines Genussrechts für ihn unter wirtschaftlichen und rechtlichen, insbesondere auch steuerlichen Aspekten eine geeignete Vermögensanlage darstellt.

2.2 Funktionsweise der Plattform bei der Vermittlung von Nachrangdarlehen

a. Einladung durch den Anbieter zur Abgabe eines Angebots zur Zeichnung von Nachrangdarlehen

Finnest ermöglicht es Anbietern unter folgenden Voraussetzungen während einer vom Anbieter anfänglich festgelegten Bieterphase (im Folgenden „Bieterphase“ genannt) Anleger zur Abgabe von Angeboten auf Abschluss eines Vertrages über ein Nachrangdarlehen (im Folgenden „Darlehensgebot“ genannt) mit dem jeweiligen Anbieter einzuladen. Der Anbieter ist während der Bieterphase berechtigt, die Laufzeit der Bieterphase einmalig zu verlängern. Der Verlängerungszeitraum darf höchstens den Zeitraum der ursprünglichen Laufzeit erreichen. Die Bieterphase endet vorzeitig, sobald gesetzlich vorgesehene Gesamtemissionsgrenzen durch weitere Darlehensgebote überschritten würden (siehe noch unter 2.2.a.iv.). Darüber hinaus kann der Anbieter die Bieterphase jederzeit, ohne Angabe von Gründen, vorzeitig beenden. Dies gilt insbesondere, wenn und soweit das Gesamtemissionsvolumen, das der Anbieter bei der jeweiligen Emission von Nachrangdarlehen insgesamt erreichen möchte, durch die Annahme weiterer Darlehensgebote überschritten würde.

  1. Der Anbieter wird Anleger zur Abgabe von Darlehensgeboten auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de einladen, indem der Anbieter in einem persönlichen Datenraum auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de den Nachrangdarlehensvertrag, Verbraucherinformationen für Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen zum Nachrangdarlehensvertrag nach den Anforderungen des deutschen Rechts sowie Wirtschaftsinformationen wie beispielsweise den aktuellsten veröffentlichten Jahresabschluss des Anbieters zum Abruf durch potentielle Anleger bereithält (im Folgenden zusammen die „Nachrangdarlehensvertragsdokumentation“ genannt). Darüber hinaus darf der Anbieter im Datenraum weitere Dokumente präsentieren, welche den Anlegern eine Investitionsentscheidung erleichtern sollen. Vor der Abgabe eines Darlehensgebotes wird der Anbieter zudem ein nach den Anforderungen des Vermögensanlagengesetzes erstelltes und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hinterlegtes Vermögensinformationsblatt zum Abruf durch potentielle Anleger bereithalten.
  2. Finnest veröffentlicht die Nachrangdarlehensvertragsdokumentation im Auftrag des Anbieters, ohne die inhaltliche Richtigkeit bzw. Vollständigkeit der Angaben des Anbieters zu überprüfen. Der Anbieter haftet für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der Nachrangdarlehensvertragsdokumentation. Etwaige vom Anbieter aufgestellte Prognosen enthalten keine verbindlichen Aussagen über die künftige Entwicklung des Anbieters oder seiner Verpflichtungen aus dem jeweiligen Nachrangdarlehen.
  3. Der Anbieter bestimmt einen Festzinssatz bzw. einen Zinsrahmen für einen Festzinssatz (im Folgenden auch „Zins“) sowie einen Mindest-Darlehensbetrag für das durch den Anleger abzugebende Darlehensgebot. Der Anbieter entscheidet zudem, ob der Anleger zwischen einer Zinsleistung durch Geldüberweisung oder in Form von Waren-/ Service-Gutscheinen mit einem Bruttowert mindestens in Höhe des Zinses auswählen darf.
  4. Das Angebot eines Nachrangdarlehens durch den Anbieter auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de ist nur zulässig, sofern kumulativ folgende Voraussetzungen eingehalten sind:
    • Der Verkaufspreis sämtlicher vom Anbieter (einschließlich über die Plattform sowie über www.kapilendo.de) in einem Zeitraum von zwölf Monaten angebotenen Vermögensanlagen im Sinne von § 1 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz übersteigt nicht einen Gesamtbetrag von EUR 6 Mio. gemäß § 2a Abs. 1 Vermögensanlagengesetz, wobei nicht verkaufte oder vollständig getilgte Vermögensanlagen des Anbieters nicht angerechnet werden; bei Emissionen von Nachrangdarlehen, die nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in anderen Ländern (insbesondere in anderen EU-Mitgliedstaaten)angeboten werden, sind zudem die dort jeweils geltenden gesetzlichen Gesamtemissionsgrenzen zu berücksichtigen, aufgrund welcher der jeweils maximal zulässige Gesamtemissionsbetrag auch geringer als EUR 6 Mio. sein kann.
    • Der Anbieter wird keine Vermögensanlage öffentlich anbieten und es existiert keine von ihm öffentlich angebotene Vermögensanlage, die noch nicht vollständig getilgt ist und folgende Kriterien erfüllt: Stückelung kleiner / gleich 20 Anteile und / oder Verkaufspreis der im Zeitraum von zwölf Monaten angebotenen Anteile an Vermögensanlagen kleiner / gleich EUR 100.000,00 und / oder Preis jedes angebotenen Anteils beträgt mindestens EUR 200.000,00 je Anleger; und
    • Der Anbieter hinterlegt spätestens einen Werktag vor Beginn des öffentlichen Angebotes des betreffenden Nachrangdarlehens auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de, ein nach den Anforderungen des Vermögensanlagengesetzes erstelltes Vermögensanlagen-Informationsblatt bei der BaFin und benennt einen Zustellungsbevollmächtigten.

b. Abgabe eines Angebotes zur Zeichnung von Nachrangdarlehen durch den Anleger

Anleger können nach Abschluss ihrer Registrierung auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de unter den unten angeführten Voraussetzungen ein Angebot zur Zeichnung von Nachrangdarlehen als Darlehensgeber gegenüber einem Anbieter als Darlehensnehmer über die Plattform sowie über www.kapilendo.de abgeben. Finnest übermittelt im Anschluss hieran das Angebot des Anlegers als Erklärungsbote des Anlegers an den jeweiligen Anbieter. Bis zum Ende der vom Anbieter festgelegten Bieterphase kann der Anleger das Darlehensgebot jederzeit ändern bzw. zurücknehmen, wobei die mögliche vorzeitige Beendigung bzw. Verlängerung der Bieterphase gemäß § 2.2a. zu beachten sind. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung bzw. Verlängerung der Bieterphase wird Finnest die Anleger entsprechend informieren.

Angebote des Anlegers zur Zeichnung von Nachrangdarlehen sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Der Anleger wählt den von ihm angebotenen Zins, die Zinsart und den Darlehensbetrag innerhalb der Vorgaben des Anbieters.
  2. Darlehensgebote von natürlichen Personen oder Personengesellschaften sind jeweils auf einen Betrag von maximal EUR 25.000,00 bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen beschränkt. Möchte eine natürliche Person oder Personengesellschaft mehr als EUR 1.000,00 bezogen auf sämtlichevon einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen investieren, ist dies nur zulässig,
    • bis zu einem Betrag von maximal EUR 10.000,00 bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen, wenn der Anleger über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens EUR 100.000,00 verfügt; oder
    • bis zum zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens des jeweiligen Anlegers bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen, maximal EUR 25.000,00.

    Hierüber muss der Anleger vor Abgabe des Darlehensgebotes über die Plattform sowie über www.kapilendo.de eine wahrheitsgemäße Selbstauskunft erteilen.Die vorgenannten Betragsgrenzen gelten nicht für einen Anleger, der eine Kapitalgesellschaft ist oder eine GmbH & Co. KG, deren Kommanditisten gleichzeitig Gesellschafter der GmbH oder an der Entscheidungsfindung der GmbH beteiligt sind, sofern die GmbH & Co. KG kein Investmentvermögen und keine Verwaltungsgesellschaft nach dem Kapitalanlagegesetzbuch ist.

  3. Der Anleger hat seinen Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und ist mindestens 18 Jahre alt.

 

c. Zustandekommen von Verträgen über Nachrangdarlehen

Nach Ablauf der Bieterphase übermittelt Finnest dem Anbieter die nach Zinssatz und Darlehensbeträgen kumulierten Darlehensgebote der beteiligten Anleger. Der Anbieter wählt, sollte er nicht von Beginn an einen einheitlichen Fixzins vorgegebenen haben, einen einheitlichen Zinssatz aus, zu dem mit den betreffenden Anlegern Verträge über die Nachrangdarlehen zustande kommen sollen.

Dem Anbieter steht es frei, Darlehensgebote von Anlegern abzulehnen, unabhängig davon, ob diese dem vom Anbieter ausgewählten Zinssatz entsprechen oder ihn unterschreiten oder übersteigen. Insbesondere ist der Anbieter berechtigt, Darlehensgebote abzulehnen, wenn und soweit im Fall ihrer Annahme der in § 2.2a. genannte Schwellenwert von EUR 6 Mio., beziehungsweise bei Emissionen, die gleichzeitig in mehreren Ländern durchgeführt werden, die dort jeweils gesetzlich zulässigen Schwellenwerte (die auch geringer als EUR 6 Mio. sein können) überschritten würden oder wenn und soweit das Gesamtemissionsvolumen, dass der Anbieter bei der jeweiligen Emission von Nachrangdarlehen insgesamt erreichen möchte, durch die Annahme weiter Darlehensgebote überschritten würde.

Den Anlegern, die höchstens den vom Anbieter ausgewählten Zinssatz beziehungsweise den seitens des Anbieters vorgegebenen einheitlichen Fixzinssatz angeboten haben und die der Anbieter ausgewählt und nicht abgelehnt hat, übermittelt Finnest als Erklärungsbote des Anbieters eine Annahmeerklärung des Anbieters per E-Mail an die bei Registrierung angegebene E-Mail-Adresse.

Ein Vertrag über ein Nachrangdarlehen kommt mit Zugang der durch Finnest übermittelten Annahmeerklärung des Anbieters beim Anleger zustande. Eines gesonderten schriftlichen Vertragsschlusses bedarf es darüber hinaus nicht.

Finnest vervollständigt den im Datenraum veröffentlichten Nachrangdarlehensvertrag um die individuellen Daten des Anlegers und den vereinbarten Zinssatzund Darlehensbetrag und stellt Anleger und Anbieter den Vertrag über das Nachrangdarlehen zur Verfügung.

d. Erfüllung der Nachrangdarlehen

Der Anleger erteilt dem Anbieter ein SEPA-Lastschriftmandat, durch das der Anbieter berechtigt wird, den vereinbarten Darlehensbetrag von dem bekannt gegebenen Konto des Anlegers einzuziehen.

Die Rückzahlung des Darlehensbetrages und die Zahlung der vereinbarten Zinsen erfolgt durch den Anbieter unmittelbar auf das vom Anleger bekannt gegebene Konto. Im Fall der vereinbarten Ersetzung der Zinsleistung in Geld durch Leistung von Waren-/ Service-Gutscheinen mit einem Bruttowert mindestens in Höhe des Zinses wird der Anbieter die Gutscheine dem Anleger an die über die Plattform oder über www.kapilendo.de mitgeteilte E-Mail-Adresse zusenden oder auf anderer Weise, wie in den Anlegerinformationen kommuniziert wird, zur Verfügung stellen.

Mit Ausnahme der gemäß § 3 vereinbarten Vergütung erlangt Finnest zu keinem Zeitpunkt Besitz oder Eigentum an den Darlehensbeträgen oder sonstigen Geldern von Anlegern und / oder Anbietern.

2.3 Funktionsweise der Plattform bei der Vermittlung von Genussrechten

a. Einladung durch den Anbieter zur Abgabe eines Angebots zur Zeichnung von Genussrechten

Finnest ermöglicht es Anbietern unter folgenden Voraussetzungen während einer vom Anbieter anfänglich festgelegten Bieterphase (im Folgenden „Bieterphase“ genannt) Anleger zur Abgabe von Angeboten auf Abschluss einer Vereinbarung über die Gewährung nachrangiger Genussrechte mit Verlustteilnahme (im Folgenden „Genussrechtsgebot“ genannt) mit dem jeweiligen Anbieter einzuladen. Der Anbieter ist während der Bieterphase berechtigt, die Laufzeit der Bieterphase einmalig zu verlängern. Der Verlängerungszeitraum darf höchstens den Zeitraum der ursprünglichen Laufzeit erreichen. Die Bieterphase endet vorzeitig, sobald gesetzlich vorgesehene Gesamtemissionsgrenzen durch weitere Genussrechtsgebote überschritten würden (siehe noch unter 2.3.a.iv.). Darüber hinaus kann der Anbieter die Bieterphase jederzeit, ohne Angabe von Gründen, vorzeitig beenden. Dies gilt insbesondere, wenn und soweit das Gesamtemissionsvolumen, das der Anbieter bei der jeweiligen Emission von Genussrechten insgesamt erreichen möchte, durch die Annahme weiter Genussrechtsgebote überschritten würde.

  1. Der Anbieter wird Anleger zur Abgabe von Genussrechtsgeboten auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de einladen, indem der Anbieter in einem persönlichen Datenraum auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de die Vereinbarung über die Gewährung nachrangiger Genussrechte mit Verlustteilnahme (im Folgenden „Genussrechtsvereinbarung“ genannt), Verbraucherinformationen für Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen zur Genussrechtsvereinbarung nach den Anforderungen des deutschen Rechts sowie Wirtschaftsinformationen wie beispielsweise den aktuellsten veröffentlichten Jahresabschluss des Anbieters zum Abruf durch potentielle Anleger bereithält (im Folgenden zusammen die „Genussrechts-Vertragsdokumentation“ genannt). Darüber hinaus darf der Anbieter im Datenraum weitere Dokumente präsentieren, welche den Anlegern eine Investitionsentscheidung erleichtern sollen. Vor der Abgabe eines Genussrechtsgebotes wird der Anbieter zudem ein nach den Anforderungen des Vermögensanlagengesetzes erstelltes und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hinterlegtes Vermögensinformationsblatt zum Abruf durch potentielle Anleger bereithalten.
  2. Finnest veröffentlicht die Genussrechts-Vertragsdokumentation im Auftrag des Anbieters, ohne die inhaltliche Richtigkeit bzw. Vollständigkeit der Angaben des Anbieters zu überprüfen. Der Anbieter haftet für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der Genussrechts-Vertragsdokumentation. Etwaige vom Anbieter aufgestellte Prognosen enthalten keine verbindlichen Aussagen über die künftige Entwicklung des Anbieters oder seiner Verpflichtungen aus der jeweiligen Genussrechtsvereinbarung.
  3. Der Anbieter bestimmt einen Mindestbetrag des für die Gewährung des Genussrechts vom Anleger zu zahlenden Genussrechtskapitals für die durch die Anleger abzugebenden Genussrechtsgebote.
  4. Das Angebot eines Genussrechtsdurch den Anbieter auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de ist nur zulässig, sofern kumulativ folgende Voraussetzungen eingehalten sind:
    • Der Verkaufspreis sämtlicher vom Anbieter (einschließlich über die Plattform sowie über www.kapilendo.de) in einem Zeitraum von zwölf Monaten angebotenen Vermögensanlagen im Sinne von § 1 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz übersteigt nicht einen Gesamtbetrag von EUR 6Mio. gemäß § 2a Abs. 1 Vermögensanlagengesetz, wobei nicht verkaufte oder vollständig getilgte Vermögensanlagen des Anbieters nicht angerechnet werden; bei Emissionen von Genussrechten, die nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch in anderen Ländern (insbesondere in anderen EU-Mitgliedstaaten) angeboten werden, sind zudem die dort jeweils geltenden gesetzlichen Gesamtemissionsgrenzen zu berücksichtigen, aufgrund welcher der jeweils maximal zulässige Gesamtemissionsbetrag auch geringer als EUR 6 Mio. sein kann.
    • Der Anbieter wird keine Vermögensanlage öffentlich anbieten und es existiert keine von ihm öffentlich angebotene Vermögensanlage, die noch nicht vollständig getilgt ist und folgende Kriterien erfüllt: Stückelung kleiner / gleich 20 Anteile und / oder Verkaufspreis der im Zeitraum von zwölf Monaten angebotenen Anteile an Vermögensanlagen kleiner / gleich EUR 100.000,00 und / oder Preis jedes angebotenen Anteils beträgt mindestens EUR 200.000,00 je Anleger; und
    • Der Anbieter hinterlegt spätestens einen Werktag vor Beginn des öffentlichen Angebotes des betreffenden Genussrechtsauf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de ein nach den Anforderungen des Vermögensanlagengesetzes erstelltes Vermögensanlagen-Informationsblatt bei der BaFin und benennt einen Zustellungsbevollmächtigten.

b. Abgabe eines Angebotes zur Zeichnung von Genussrechten durch den Anleger

Anleger können nach Abschluss ihrer Registrierung auf der Plattform oder auf www.kapilendo.de unter den unten angeführten Voraussetzungen ein Angebot zur Zeichnung von Genussrechten als Genussrechtsinhaber gegenüber einem Anbieter als Genussrechtskapitalnehmer und Genussrechtsemittent über die Plattform oder über www.kapilendo.de abgeben. Finnest übermittelt im Anschluss hieran das Angebot des Anlegers als Erklärungsbote des Anlegers an den jeweiligen Anbieter. Bis zum Ende der vom Anbieter festgelegten Bieterphase kann der Anleger das Genussrechtsgebot jederzeit ändern bzw. zurücknehmen, wobei die mögliche vorzeitige Beendigung bzw. Verlängerung der Bieterphase gemäß § 2.3a. zu beachten sind. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung bzw. Verlängerung der Bieterphase wird Finnest die Anleger entsprechend informieren.

Angebote des Anlegers zur Zeichnung von Genussrechten sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Der Anleger wählt innerhalb der Vorgaben des Anbieters den Betrag, den er dem Anbieter für die Gewährung des Genussrechts als Genussrechtskapital zur Verfügung stellen möchte (im Folgenden „Genussrechtskapitalbetrag“ genannt).
  2. Genussrechtsgebote von natürlichen Personen oder Personengesellschaften sind jeweils auf einen Betrag von maximal EUR 25.000,00 bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen beschränkt. Möchte eine natürliche Person oder Personengesellschaft mehr als EUR 1.000,00 bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen investieren, ist dies nur zulässig,
    • bis zu einem Betrag von maximal EUR 10.000,00 bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen, wenn der Anleger über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens EUR 100.000,00 verfügt; oder
    • bis zum zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens des jeweiligen Anlegers bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen, maximal EUR 25.000,00.

    Hierüber muss der Anleger vor Abgabe des Genussrechtsgebotes über die Plattform oder über www.kapilendo.de eine wahrheitsgemäße Selbstauskunft erteilen. Die vorgenannten Betragsgrenzen gelten nicht für einen Anleger, der eine Kapitalgesellschaft ist oder eine GmbH & Co. KG, deren Kommanditisten gleichzeitig Gesellschafter der GmbH oder an der Entscheidungsfindung der GmbH beteiligt sind, sofern die GmbH & Co. KG kein Investmentvermögen und keine Verwaltungsgesellschaft nach dem Kapitalanlagegesetzbuch ist.

  3. Der Anleger hat seinen Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und ist mindestens 18 Jahre alt.

 

c. Zustandekommen von Genussrechtsvereinbarungen

Nach Ablauf der Bieterphase übermittelt Finnest dem Anbieter die nach Genussrechtskapitalbeträgen kumulierten Genussrechtsgebote der beteiligten Anleger. Dem Anbieter steht es frei, Genussrechtsgebote von Anlegern ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Insbesondere ist der Anbieter berechtigt, Genussrechtsgebote abzulehnen, wenn und soweit im Fall ihrer Annahme der in § 2.3a. genannte Schwellenwert von EUR 6 Mio., beziehungsweise bei Emissionen, die gleichzeitig in mehreren Ländern durchgeführt werden, die dort jeweils gesetzlich zulässigen Schwellenwerte (die auch geringer als EUR 6 Mio. sein können) überschritten würden oder wenn und soweit das Gesamtemissionsvolumen, das der Anbieter bei der jeweiligen Emission von Genussrechten erreichen möchte, durch die Annahme weiterer Genussrechtsgebote überschritten würde.

Den Anlegern, die der Anbieter ausgewählt und nicht abgelehnt hat, übermittelt Finnest als Erklärungsbote des Anbieters eine Annahmeerklärung des Anbieters per E-Mail an die bei Registrierung angegebene E-Mail-Adresse.

Eine Genussrechtsvereinbarung kommt mit Zugang der durch Finnest übermittelten Annahmeerklärung des Anbieters beim Anleger zustande. Eines gesonderten schriftlichen Vertragsschlusses bedarf es darüber hinaus nicht.

Finnest vervollständigt die im Datenraum veröffentlichte Genussrechtsvereinbarungum die individuellen Daten des Anlegers, den vereinbarten Genussrechtskapitalbetrag (sog. „Gezeichnetes Genussrechtskapital“) sowie die weiteren dort vorgesehenen individuellen Parameter und stellt Anleger und Anbieter die Genussrechtsvereinbarung zur Verfügung.

d. Erfüllung der Genussrechtskapitalzahlung

Der Anleger erteilt dem Anbieter ein SEPA-Lastschriftmandat, durch das derAnbieter berechtigt wird, den vereinbarten Genussrechtskapitalbetrag von dem bekannt gegebenen Konto des Anlegers einzuziehen.

Die Rückzahlung des Genussrechtskapitalbetrages und die Zahlung der vereinbarten Vergütung erfolgt durch den Anbieter unmittelbar auf das vom Anleger bekannt gegebene Konto.

Mit Ausnahme der gemäß § 3 vereinbarten Vergütung erlangt Finnest zu keinem Zeitpunkt Besitz oder Eigentum an den Genussrechtskapitalbeträgen oder sonstigen Geldern von Anlegern und / oder Anbietern.

§ 3 Vergütung für die Vermittlungsleistung von Finnest

3.1 Vom Anbieter an Finnest zu zahlende Vergütung

a. Vergütung bei der Vermittlung von Nachrangdarlehen

Der Anbieter verpflichtet sich bei Abschluss eines Vermittlungsvertrages mit Finnest zur Zahlung einer einmaligen Vergütung an Finnest in Höhe von 2,95 % der von allen Anlegern im Rahmen einer Emission bis zum Ablauf der Bieterphase insgesamt angebotenen Darlehensbeträge, mindestens aber – unabhängig vom Abschluss eines Nachrangdarlehensvertrages – EUR9.500,00.

Zudem erhält Finnest für die informatorische Unterstützung des Anbieters bei der technischen Abwicklung der Zinszahlungen während der Laufzeit der Nachrangdarlehen und für die Unterstützung des Anbieters bei der Erfüllung der dem Anbieter gegenüber den Anlegern obliegenden Informationspflichten während der Laufzeit der Nachrangdarlehen eine jährliche Gebühr in Höhe von EUR 1.500,00 von dem Anbieter.

Bei Emissionen, bei denen das öffentliche Angebot von Nachrangdarlehen gegenüber Anlegern mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt, trägt die Anbieterin zudem die mit dem dortigen öffentlichen Angebot einhergehenden sonstigen Kosten, wie zum Beispiel die Kosten für die Erlangung eines gültigen Bonitätszertifikats „CrefoZert“ der Creditreform, die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung von Jahresabschlüssen des Anbieters im deutschen elektronischen Bundesanzeiger sowie die Gebühr für die gesetzlich vorgeschriebene Einreichung und Aufbewahrung des Vermögensanlagen-Informationsblattes (VIB) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Höhe von derzeit EUR 38,00 pro VIB, unabhängig davon, ob es im Rahmen der Emission tatsächlich zu einer Zeichnung von Nachrangdarlehen durch Anleger kommt.

Bei Emissionen, bei denen das öffentliche Angebot von Nachrangdarlehen gegenüber Anlegern mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Republik Österreich erfolgt, trägt der Anbieter zudem externe Kosten in Höhe von derzeit einmalig EUR 1.500,00 für die anwaltliche Überprüfung der Dokumente gemäß AltFG, unabhängig davon, ob es im Rahmen der Emission tatsächlich zu einer Zeichnung von Nachrangdarlehen durch Anleger kommt.

Finnest steht es frei, in der Mandatsvereinbarung mit dem Anbieter weitere oder angepasste, von dem Anbieter zu tragende Gebühren zu vereinbaren.

b. Vergütung bei der Vermittlung von Genussrechten

Der Anbieter verpflichtet sich bei Abschluss eines Vermittlungsvertrages mit Finnest zur Zahlung einer einmaligen Vergütung an Finnest in Höhe von 4,50 % der von allen Anlegern im Rahmen einer Emission bis zum Ablauf der Bieterphase insgesamt angebotenen Genussrechtskapitalbeträge, mindestens aber – unabhängig vom Abschluss einer Genussrechtsvereinbarung – EUR 9.500,00.

Zudem erhält Finnest für die informatorische Unterstützung des Anbieters bei der technischen Abwicklung der Vergütungszahlungen während der Laufzeit der Genussrechte und für die Unterstützung des Anbieters bei der Erfüllung der dem Anbieter gegenüber den Anlegern obliegenden Informationspflichten während der Laufzeit der Genussrechte eine jährliche Gebühr in Höhe von EUR 1.500,00 von dem Anbieter.

Bei Emissionen, bei denen das öffentliche Angebot von Genussrechten gegenüber Anlegern mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland erfolgt, trägt die Anbieterin zudem die mit dem dortigen öffentlichen Angebot einhergehenden sonstigen Kosten, wie zum Beispiel die Kosten für die Erlangung eines gültigen Bonitätszertifikats „CrefoZert“ der Creditreform, die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung von Jahresabschlüssen des Anbieters im deutschen elektronischen Bundesanzeiger sowie die Gebühr für die gesetzlich vorgeschriebene Einreichung und Aufbewahrung des Vermögensanlagen-Informationsblattes (VIB) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Höhe von derzeit EUR 38,00 pro VIB, unabhängig davon, ob es im Rahmen der Emission tatsächlich zu einer Zeichnung von Genussrechten durch Anleger kommt.

Bei Emissionen, bei denen das öffentliche Angebot von Genussrechten gegenüber Anlegern mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Republik Österreich erfolgt, trägt der Anbieter zudem externe Kosten in Höhe von derzeit einmalig EUR 3.000,00 für die anwaltliche Überprüfung der Dokumente gemäß AltFG, unabhängig davon, ob es im Rahmen der Emission tatsächlich zu einer Zeichnung von Genussrechten durch Anleger kommt.

Finnest steht es frei, in der Mandatsvereinbarung mit dem Anbieter weitere oder angepasste, von dem Anbieter zu tragende Gebühren zu vereinbaren.

3.2 Vom Anleger an Finnest zu zahlende Vergütung

Der Anleger verpflichtet sich für jeden zustande gekommenen Nachrangdarlehensvertrag / für jede zustande gekommene Genussrechtsvereinbarung zur Zahlung einer einmaligen Vergütung an Finnest in Höhe von 1 % des jeweiligen Darlehensbetrages / Genussrechtskapitalbetrages, mindestens aber EUR 25,00.

Finnest bietet Anlegern außerdem über ihre Vermittlungstätigkeit hinausgehende zusätzliche Dienstleistungen (wie z.B. die Unterstützung bei der Abwicklung einer rechtsgeschäftlichen Übertragung des Nachrangdarlehens / Genussrechts von dem Anleger auf Dritte) an. Beauftragt ein Anleger Finnest mit der Erbringung solcher zusätzlichen Dienstleistungen, können hierfür Servicegebühren anfallen, deren Höhe sich dem jeweils gültigen Preisverzeichnis auf der Plattform entnehmen lässt.

§ 4 Sonstige Pflichten des Anbieters

Der Anbieter ist jeweils auf eigene Kosten verpflichtet,

  1. die im Vermögensanlagen-Informationsblatt enthaltenen Angaben während der Bieterphase zu aktualisieren, wenn und soweit sie unrichtig sind und eine aktualisierte Fassung des Vermögensanlagen-Informationsblatts (unter Nennung des Datums der letzten Aktualisierung sowie der Zahl der seit der erstmaliger Erstellung übernommenen Aktualisierungen) bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zu hinterlegen;
  2. eine (ggf. aktualisierte) Fassung des Vermögensanlagen-Informationsblatts mit Beginn und für die Dauer der Bieterphase auf seiner Internetseite zugänglich zu machen;
  3. einem Anleger oder am Abschluss eines Nachrangdarlehens / an der Zeichnung eines Genussrechts Interessierten auf dessen Anfordern den letzten veröffentlichten Jahresabschluss und Lagebericht in Textform oder Papierform zu übermitteln;
  4. die Vorschriften über die Erstellung und Bekanntmachung von Jahresberichten in §23 Vermögensanlagengesetz (mit Ausnahme von § 23 Abs. 2 Nr. 2 und 4 Vermögensanlagengesetz), über den Inhalt von Jahresabschlüssen, in § 24 Abs. 1 bis 4 Vermögensanlagengesetz und über die Verkürzung der handelsrechtlichen Offenlegungsfrist in § 26 Vermögensanlagengesetz zu beachten. Zur Einhaltung der vorgenannten Verpflichtungen sollte der Anbieter ggf. einen Wirtschaftsprüfer konsultieren.
  5. bei allen Werbemaßnahmen für ein Nachrangdarlehen / ein Genussrecht außerhalb der Plattform die jeweils hierfür geltenden gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.

§ 5 Zusicherungen des Anbieters und Anlegers

5.1 Zusicherungen des Anlegers

Im Fall der Abgabe eines Darlehensgebotes / Genussrechtsgebotes über EUR 1.000,00 bezogen auf alle von einem bestimmten Anbieter emittierten Vermögensanlagen wird der Anleger, der eine natürliche Person oder Personengesellschaft ist, gegenüber Finnest und dem jeweiligen Anbieter durch eine über die Plattform oder über www.kapilendo.de abzugebende gesonderte Erklärung zusichern,

  1. bis zu einem Betrag von maximal EUR 10.000,00 bezogen auf alle von einem bestimmten Anbieter emittierten Vermögensanlagen (einschließlich des jeweils gebotenen Darlehensbetrages / Genussrechtskapitalbetrages), dass der Anleger über frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens EUR 100.000,00 verfügt; oder
  2. dass der Gesamtbetrag, der von einem bestimmten Anbieter emittierten Vermögensanlagen (einschließlich des jeweils gebotenen Darlehensbetrages / Genussrechtskapitalbetrages) den zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens des jeweiligen Anlegers nicht übersteigt, maximal EUR 25.000,00.

Die vorgenannten Betragsgrenzen gelten nicht für einen Anleger, der eine Kapitalgesellschaft ist oder eine GmbH & Co. KG, deren Kommanditisten gleichzeitig Gesellschafter der GmbH oder an der Entscheidungsfindung der GmbH beteiligt sind, sofern die GmbH & Co. KG kein Investmentvermögen und keine Verwaltungsgesellschaft nach dem Kapitalanlagegesetzbuch ist.

5.2 Gewerbsmäßigkeit

Anleger / Darlehensgeber / Genussrechtsinhaber mit Sitz / Wohnsitz / gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland, die natürliche Personen sind, sind zum Abschluss von Nachrangdarlehen / zur Zeichnung von Genussrechten über die Plattform oder über www.kapilendo.de nur berechtigt, soweit dies nicht gewerbsmäßig erfolgt und nicht in einem Umfang erfolgt, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.

5.3 Zusicherungen des Anbieters

Mit der Einladung zur Abgabe von Darlehensgeboten / Genussrechtsgeboten sichert der Anbieter gegenüber Finnest und den Anlegern jeweils zu, dass

  1. der Verkaufspreis sämtlicher vom Anbieter insgesamt (einschließlich über die Plattform oder über www.kapilendo.de) in einem Zeitraum von zwölf Monaten angebotenen Vermögensanlagen im Sinne von § 1 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz einen Gesamtbetrag von EUR 6 Mio. nicht übersteigen, wobei nicht verkaufte oder vollständig getilgte Vermögensanlagen nicht angerechnet werden; beziehungsweise bei Emissionen, bei denen das öffentliche Angebot von Nachrangdarlehen / Genussrechten ausschließlich gegenüber Anlegern mit Sitz, Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen Land, als der Bundesrepublik Deutschland oder zusätzlich zu der Emission in Deutschland in einem oder mehreren anderen Ländern (insbesondere in anderen EU-Mitgliedstaaten), als der Bundesrepublik Deutschland erfolgt, dass die in dem betreffenden Land jeweils gesetzlich vorgesehenen Emissionsgrenzen, die auch unter dem vorgenannten Betrag von EUR 6 Mio. liegen können, nicht überschritten werden; und
  2. der Anbieter keine Vermögensanlage öffentlich anbieten wird und keine von ihm öffentlich angebotene Vermögensanlage existiert, die noch nicht vollständig getilgt ist und eines der folgenden Kriterien erfüllt: Stückelung kleiner / gleich 20 Anteile und / oder Verkaufspreis der im Zeitraum von zwölf Monaten angebotenen Anteile an Vermögensanlagen kleiner / gleich EUR 100.000,00 und / oder Preis jedes angebotenen Anteils beträgt mindestens EUR 200.000,00 je Anleger.

§ 6 Haftung

6.1 Haftungsbeschränkung

Eine Haftung von Finnest für Schäden des Anbieters und / oder Anlegers ist ausgeschlossen. Der Haftungsausschluss gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von Finnest oder seiner jeweiligen Erfüllungsgehilfen. Bei der Verletzung von vertragswesentlichen Pflichten haftet Finnest für jede Fahrlässigkeit, jedoch beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Vertragswesentlich ist jede Pflicht, die eine ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und deren Nichterfüllung die Erreichung des Vertragszwecks gefährden würde. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht in den Fällen der Haftung für Personenschäden.

Finnest übernimmt keine Haftung für die Inhalte der mit der Plattform verknüpften Webseiten oder URLs anderer Betreiber. Zudem haftet Finnest nicht für eine ständige Verfügbarkeit oder volle Funktionalität von Linkverknüpfungen zu Webseiten oder URLs anderer Betreiber.

6.2 Schadensersatz / Freistellungsanspruch

Der Anbieter bzw. Anleger hat Finnest alle Schäden zu ersetzen, die Finnest aus der Verletzung der jeweiligen gesetzlichen oder nach diesen AGB bestehenden Verpflichtungen bzw. falschen Zusicherungen entstehen und Finnest von Ansprüchen Dritter bzw. Haftungen gegenüber Dritten, gleich welcher Art einschließlich behördlich verhängter Geldbußen und / oder Strafen freizustellen. Die Freistellungsverpflichtung besteht nicht, sofern die Ansprüche Dritter bzw. Haftungen gegenüber Dritten auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von Finnest oder seiner Erfüllungsgehilfen zurückzuführen sind.

§ 7 Datenverarbeitung

7.1 Allgemeines

Finnest verarbeitet die personenbezogenen Daten der Anleger im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (EU) 2016/679 und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG). Anleger und Anbieter sind damit einverstanden, dass Finnest ihre Stamm- und Verkehrsdaten sowie sämtliche sich aus der Geschäftsbeziehung ergebenden Daten für die Dienste von Finnest und damit verbundene Leistungen (z.B. Verwaltung, Verrechnung, Datensicherung, Datenschutzkontrolle, Support, zur Marktforschung, Serviceleistungen bzw. zur Verbesserung des Service im automatisierten Verfahren und zur Verbesserung von Leistungen überhaupt) speichert, nutzt und auswertet, sowie Auswertungen bzw. Statistiken nutzt und die Ergebnisse daraus verwertet. Finnest ist auch berechtigt, im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen Protokolle der IP-Adressen zu speichern und zu nutzen. Finnest kann sich bei den Leistungen und bei der Verarbeitung der Daten unter Wahrung der einschlägigen Bestimmungen des Datenschutzes Dritter bedienen.

7.2 Datenverarbeitung zu Werbezwecken

Sofern der Anleger bei Registrierung seine Einwilligung hierzu erklärt, verarbeitet Finnest die Registrierungsdaten des Anlegers zum Zwecke der Zusendung des Finnest E-Mail-Newsletters über Investitionsmöglichkeiten auf Finnest. Die Einwilligung in den Versand des Finnest E-Mail-Newsletters ist jederzeit widerruflich (z.B. per E-Mail an  bzw. auf dem Postweg an die im Impressum angegebene Adresse).

§ 8 Urheberrecht / Informationsinhalte & Aktualität

Die Inhalte der Plattform sind urheberrechtlich geschützt. Das Herunterladen oder die Speicherung der auf der Plattform enthaltenen Anwendungen oder Programme sowie die (vollständige oder teilweise) Reproduktion, Übermittlung, Modifikation oder Verknüpfung der Inhalte der Plattform ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung von Finnest gestattet. Erlaubt ist hingegen das Ausdrucken, Herunterladen oder Speichern einzelner Seiten oder Teilbereiche dieser Webseite, jedoch nur im Rahmen der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen (einschließlich des Urheberrechtsgesetzes) und nur dann, wenn Copyright-Vermerke oder andere gesetzlich geschützte Bezeichnungen weder entfernt noch verändert werden.

Finnest behält sich vor, jederzeit (falls notwendig auch ohne vorherige Ankündigung) die Plattform zu ändern, d.h. insbesondere bestehende Inhalte (ganz oder teilweise) zu ändern oder zu entfernen oder neue Inhalte hinzuzufügen.

§ 9 Kündigung

Sowohl Finnest als auch Anleger und Anbieter sind jederzeit berechtigt, den Vermittlungsvertrag ordentlich oder außerordentlich aus wichtigem Grund zu kündigen.

§ 10 Änderungen der AGB

Finnest behält sich vor, diese AGB jederzeit zu ändern. Änderungen der AGB sowie die Einführung zusätzlicher Bedingungen (im Folgenden einheitlich „Änderungen“) werden den Anlegern und Anbietern spätestens sechs Wochen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens per E-Mail übermittelt. Die Zustimmung eines Anlegers bzw. Anbieters zu den Änderungen gilt als erteilt, wenn der jeweilige Anleger bzw. Anbieter nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen ganz oder teilweise schriftlich (gerichtet an Finnest unter der im Impressum angegebenen Adresse) oder per E-Mail (an ) widerspricht. Auf diese Genehmigungswirkung wird Finnest bei Übermittlung der Änderungen besonders hinweisen.

Daneben besteht die Möglichkeit einer Änderung der AGB mit ausdrücklicher Zustimmungserteilung des Anlegers. In diesem Fall werden die Änderungen abweichend von der Regelung in vorstehendem Absatz im Zeitpunkt der ausdrücklichen Zustimmungserteilung des Anlegers wirksam.

§ 11 Rechtswahl und Gerichtsstand

11.1 Rechtswahl

Diese AGB unterliegen deutschem Recht.

11.2 Gerichtsstand

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesen AGB ist das Handelsgericht Wien, soweit gesetzlich zulässig.

§ 12 Außergerichtliche Streitbeilegung

Die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle ist:

Verein „Schlichtung für Verbrauchergeschäfte“; Mariahilfer Straße 103/1/18, A-1060 Wien; Tel.: +43 (0)1 890 63 11; office@verbraucherschlichtung.at. Die Zugangsvoraussetzungen sind auf der Website der Schlichtungsstelle unter www.verbraucherschlichtung.at ersichtlich. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist Finnest aber nicht verpflichtet und nicht bereit.

Die EU-Kommission hat eine Internetplattform zur Online-Beilegung von Streitigkeiten geschaffen. Die Plattform dient als Anlaufstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten betreffend vertragliche Verpflichtungen, die aus Online-Dienstleistungsverträgen erwachsen. Nähere Informationen sind unter dem folgenden Link verfügbar: http://ec.europa.eu/consumers/odr. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist Finnest aber nicht verpflichtet und nicht bereit.

§ 12 Geheimhaltung

Die Anbieter legen gegenüber potenziellen AnlegernInformationen offen, an denen sie ein Geheimhaltungsinteresse haben.

Registrierte Benutzer von Finnest (im Folgenden die „Benutzer“ genannt) verpflichten sich, Vertrauliche Informationen streng vertraulich zu behandeln und dafür Sorge zu tragen, dass von ihnen verschiedene Personen (im Folgenden „Dritte“ genannt) keine Kenntnis hiervon erlangen können. Der Begriff „Vertrauliche Informationen“ umfasst alle schriftlichen und / oder elektronischen Daten, Informationen, Materialien, Muster und Unterlagen, die den Benutzern vom Anbieter auf der Plattform offengelegt werden.

Die Benutzer verpflichten sich, Vertrauliche Informationen ausschließlich solchen ausgewählten Dritten zu offenbaren, die Zugang zu Vertraulichen Informationen erhalten müssen, soweit es für die erfolgreiche Durchführung der Emission des Anbieters notwendig ist.

Nicht als Vertrauliche Informationen gelten Informationen, die zum Zeitpunkt der Durchführung der jeweiligen Emission des Anbieters öffentlich bekannt waren oder den Benutzern vor Durchführung der jeweiligen Emission nachweislich bereits bekannt waren. Die Benutzer sind zur Weitergabe Vertraulicher Informationen berechtigt, soweit sie dazu aufgrund gesetzlicher Verpflichtung oder behördlicher Anordnung verpflichtet sind.

Die Benutzer erwerben an den Vertraulichen Informationen weder Eigentums-, noch Nutzungsrechte, welcher Art auch immer.

Informationen für Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen nach § 312d Abs. 2 BGB, Art. 246b EGBGB für den Vermittlungsvertrag

1. Allgemeine Informationen

a. Firma, ladungsfähige Anschrift und Firmenbucheintragung (insbes. Registernummer) des Unternehmers

Finnest GmbH, Schleifmühlgasse 6-8, Top 815, A-1040 Wien, Österreich, eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien unter FN 418310m (im Folgenden „ Finnest“ genannt)

b. Gesetzliche Vertreter des Unternehmers

Die gesetzlichen Vertreter von Finnest ist der Geschäftsführer Günther Lindenlaub.

c. Hauptgeschäftstätigkeit des Unternehmers

Finnest ist Finanzanlagenvermittler nach § 34f Abs. 1 S. 1 Nr. 3 GewO und vermittelt über die von Finnest betriebene Internetseite (im Folgenden „Plattform“ genannt) unter der Domain www.finnest.com sowie im Rahmen einer Kooperation über die Website: www.kapilendo.de, welche von der Kapilendo AG, Joachimsthaler Str. 30, 10719 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 165539 B, betrieben wird (i) qualifiziert nachrangige Darlehen nach § 1 Abs. 2 Nr. 4 VermAnlG (im Folgenden „Nachrangdarlehen“ genannt), die von Unternehmen mit Sitz in Österreich oder mit Sitz in Deutschland als Darlehensnehmer (im Folgenden „Darlehensnehmer“ genannt) angeboten werden, an in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Personen, Personengesellschaften / Personenvereinigungen und / oder Kapitalgesellschaften als Darlehensgeber (im Folgenden „Darlehensgeber“ genannt) und (ii) qualifiziert nachrangige Genussrechte im Sinne von § 1 Abs. 2 Nr. 5 VermAnlG mit Verlustteilnahme (im Folgenden „Genussrechte“ genannt), die von Unternehmen mit Sitz in Österreich oder mit Sitz in Deutschland (im Folgenden „Genussrechtsemittent“ genannt) für die Überlassung von Genussrechtskapital angeboten werden, an in der Bundesrepublik ansässige Personen, Personengesellschaften / Personenvereinigungen und / oder Kapitalgesellschaften als Inhaber des Genussrechts (im Folgenden „Genussrechtsinhaber“ genannt) (Darlehensgeber und Genussrechtsinhaber im Folgenden auch einheitlich „Anleger“ genannt). Der jeweilige Darlehensnehmer bzw. der jeweilige Genussrechtsemittent ist der Emittent und Anbieter des betreffenden Nachrangdarlehens / Genussrechts (Darlehensnehmer und Genussrechtsemittent im Folgenden auch einheitlich „Anbieter“ genannt).

Daneben vermittelt Finnest unter der Domain www.finnest.at, www.finnest.eu und www.finnest.com Nachrangdarlehen aufgrund einer Gewerbeberechtigung zur gewerblichen Vermögensberatung nach § 136a der österreichischen Gewerbeordnung auch an in Österreich ansässige Anleger, für welche diese Informationen nach § 312d Abs. 2, Art. 246b EGBGB jedoch nicht gelten.

d. Für die Zulassung des Unternehmers zuständige Aufsichtsbehörde

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Ordnungsamt, Hohenzollerndamm 174-177, 10713 Berlin

2. Informationen zum Vermittlungsvertrag

a. Wesentliche Merkmale der angebotenen Finanzdienstleistung und Hinweis auf spezifische Risiken

Die von Finnest angebotene Finanzdienstleistung besteht in der Vermittlung von Finanzanlagen in Form von Nachrangdarlehen und Genussrechten über die Plattform sowie über www.kapilendo.de, über deren Gewährung jeweils Verträge zwischen Anlegern als Darlehensgebern / Genussrechtsinhabern und dem Anbieter als Darlehensnehmer / Genussrechtsemittent geschlossen werden. Finnest ist weder Emittent noch Anbieter von Nachrangdarlehen / Genussrechten noch erbringt Finnest Beratungsleistungen oder erteilt Empfehlungen im Zusammenhang mit der Vermittlung von Nachrangdarlehen / Genussrechten. Jeder Anleger beurteilt in eigener Verantwortung, ob der Abschluss eines Nachrangdarlehens / die Zeichnung eines Genussrechts für ihn unter wirtschaftlichen und rechtlichen, insbesondere auch steuerlichen Aspekten eine geeignete Vermögensanlage darstellt.

Die Nachrangdarlehen / Genussrechte, auf welche sich die Finanzanlagenvermittlung bezieht, sind wegen ihrer spezifischen Merkmale mit speziellen Risiken behaftet. Diese sind in den jeweiligen dem Anleger zur Verfügung stehenden Verbraucherinformationen für Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen nach § 312d Abs. 2 BGB, Art. 246b EGBGB für den Vertrag über die Gewährung eines Nachrangdarlehens (im Folgenden „Nachrangdarlehensvertrag“) / für die Vereinbarung über die Gewährung eines qualifiziert nachrangigen Genussrechts mit Verlustteilnahme (im Folgenden „Genussrechtsvereinbarung“) und im jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblatt beschrieben.

Zur Vermittlung der Nachrangdarlehen / Genussrechten ermöglicht Finnest es den Anbietern während einer vom Anbieter festgelegten Bieterphase, (i) Anleger zur Abgabe von Angeboten auf Abschluss eines Nachrangdarlehensvertrages (im Folgenden „Darlehensgebot“ genannt) mit dem jeweiligen Darlehensgeber und/oder (ii) Anleger zur Abgabe von Angeboten auf Abschluss einer Genussrechtsvereinbarung (im Folgenden „Genussrechtsgebot“ genannt) mit dem jeweiligen Genussrechtsemittent einzuladen, indem der jeweilige Anbieter auf der Plattform sowie über www.kapilendo.de die Vertragsdokumentation und Wirtschaftsinformationen zum Abruf durch potentielle Anleger bereithält. Im Falle eines Angebotes von Nachrangdarlehen bestimmt der Darlehensnehmer einen Zinsrahmen bzw. Zinssatz für den Festzinssatz (im Folgenden auch „Zins“ genannt) sowie einen Mindest-Darlehensbetrag für die durch die Darlehensgeber abzugebenden Darlehensangebote und entscheidet, ob der Darlehensgeber zwischen einer Zinsleistung durch Geldüberweisung oder in Form von Waren- / Service-Gutscheinen mit einem Bruttowert mindestens in Höhe des Zinses auswählen darf. Im Falle eines Angebotes von Genussrechten bestimmt der Genussrechtsemittent einen Mindestbetrag des für die Gewährung des Genussrechts vom Anleger zu zahlenden Genussrechtskapitals für die durch die Anleger abzugebenden Genussrechtsgebote.

Zur Abgabe eines Darlehensgebotes wählt der Darlehensgeber den von ihm angebotenen Zins, sollte der Anbieter einen Zinsrahmen bestimmt haben, die Zinsart und den Betrag, den er dem Darlehensnehmer als Nachrangdarlehen zur Verfügung stellen möchte (im Folgenden „Darlehensbetrag“ genannt) innerhalb der Vorgaben des Darlehensnehmers. Zur Abgabe eines Genussrechtsgebotes wählt der Genussrechtsinhaber den Betrag, den er dem Genussrechtsemittenten für die Gewährung des Genussrechts als Genussrechtskapital zur Verfügung stellen möchte (im Folgenden „Genussrechtskapitalbetrag“ genannt) innerhalb der Vorgaben des Genussrechtsemittenten. Im Hinblick auf den Darlehensbetrag / Genussrechtskapitalbetrag muss der Anleger gesetzlich vorgesehene Schwellenwerte einhalten. Hiernach dürfen natürliche Personen oder Personengesellschaften bezogen auf sämtliche von einem bestimmten Anbieter emittierte Vermögensanlagen maximal EUR 10.000,00 investieren und mehr als EUR 1.000,00 nur dann, wenn der Anleger über frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens EUR 100.000,00 verfügt oder maximal EUR 25.000,00, wenn der gebotene Darlehensbetrag / Genussrechtskapitalbetrag den zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens des jeweiligen Anlegers nicht übersteigt. Die vorgenannten Betragsgrenzen gelten nicht für einen Anleger, der eine Kapitalgesellschaft ist oder eine GmbH & Co. KG, deren Kommanditisten gleichzeitig Gesellschafter der GmbH oder an der Entscheidungsfindung der GmbH beteiligt sind, sofern die GmbH & Co. KG kein Investmentvermögen und keine Verwaltungsgesellschaft nach dem Kapitalanlagegesetzbuch ist.

Bis zum Ende der vom Anbieter festgelegten Bieterphase kann der Anleger das Darlehensgebot / Genussrechtsgebot jederzeit ändern bzw. zurücknehmen, wobei die Bieterphase gegenüber der ursprünglich angegebenen Laufzeit vorzeitig endet, sobald gesetzlich vorgesehene Gesamtemissionsgrenzen durch weitere Darlehensgebote / Genussrechtsgebote überschritten würde. Darüber hinaus kann der Anbieter die Bieterphase jederzeit, ohne Angabe von Gründen, vorzeitig beenden. Dies gilt insbesondere, wenn und soweit das Gesamtemissionsvolumen, dass der Anbieter bei der jeweiligen Emission von Nachrangdarlehen / Genussrechten erreichen möchte, durch die Annahme weiter Darlehensgebote / Genussrechtsgebote überschritten würde. Zudem ist der Anbieter während der Bieterphase berechtigt, die Laufzeit der Bieterphase einmalig zu verlängern. Der Verlängerungszeitraum darf höchstens den Zeitraum der ursprünglichen Laufzeit erreichen.

Bei der Vermittlung von Nachrangdarlehen übermittelt Finnest dem Darlehensnehmer nach Ablauf der Bieterphase die nach Zinssatz und Darlehensbeträgen kumulierten Angebote der beteiligten Darlehensgeber. Der Darlehensnehmer wählt, sollte er nicht von Beginn an einen einheitlichen Fixzinssatz vorgegeben haben, einen einheitlichen Zinssatz aus, zu dem mit den betreffenden Darlehensgebern Verträge über die Nachrangdarlehen zustande kommen sollen. Dem Darlehensnehmer steht es frei, Darlehensgebote von Darlehensgebern abzulehnen, unabhängig davon, ob diese dem vom Darlehensnehmer ausgewählten Zinssatz entsprechen oder ihn unterschreiten oder übersteigen. Insbesondere ist der Darlehensnehmer berechtigt, Darlehensgebote abzulehnen, wenn und soweit im Fall ihrer Annahme gesetzliche Gesamtemissionsgrenzen überschritten würden. Den Darlehensgebern, die höchstens den vom Darlehensnehmer ausgewählten Zinssatz beziehungsweise den seitens des Darlehensnehmers vorgegebenen einheitlichen Fixzinssatz angeboten haben und die der Darlehensnehmer ausgewählt und nicht ablehnt hat, übermittelt Finnest als Erklärungsbote des Darlehensnehmers eine Annahmeerklärung des Darlehensnehmers per E-Mail an die bei Registrierung angegebene E-Mail-Adresse. Ein Vertrag über ein Nachrangdarlehen kommt mit Zugang der durch Finnest übermittelten Annahmeerklärung des Darlehensnehmers beim Darlehensgeber zustande. Eines gesonderten schriftlichen Vertragsschlusses bedarf es darüber hinaus nicht. Finnest vervollständigt den im Datenraum veröffentlichten Nachrangdarlehensvertrag um die individuellen Daten des Darlehensgebers und den vereinbarten Zinssatz und Darlehensbetrag und stellt Darlehensgeber und Darlehensnehmer den Vertrag über das Nachrangdarlehen zur Verfügung. Bei der Vermittlung von Genussrechten übermittelt Finnest dem Genussrechtsemittenten nach Ablauf der Bieterphase die nach Genussrechtskapitalbeträgen kumulierten Angebote der beteiligten Genussrechtsinhaber. Dem Genussrechtsemittenten steht es frei, Genussrechtsgebote von Genussrechtsinhabern ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Insbesondere ist der Genussrechtsemittent berechtigt, Genussrechtsgebote abzulehnen, wenn und soweit im Fall ihrer Annahme gesetzliche Gesamtemissionsgrenzen überschritten würden. Den Genussrechtsinhabern, die der Genussrechtsemittent ausgewählt und nicht ablehnt hat, übermittelt Finnest als Erklärungsbote des Genussrechtsemittenten eine Annahmeerklärung des Genussrechtsemittenten per E-Mail an die bei Registrierung angegebene E-Mail-Adresse. Eine Genussrechtsvereinbarung kommt mit Zugang der durch Finnest übermittelten Annahmeerklärung des Genussrechtsemittenten beim Genussrechtsinhaber zustande. Eines gesonderten schriftlichen Vertragsschlusses bedarf es darüber hinaus nicht. Finnest vervollständigt die im Datenraum veröffentlichte Genussrechtsvereinbarung um die individuellen Daten des Genussrechtsinhabers, den vereinbarten Genussrechtskapitalbetrag sowie die weiteren dort vorgesehenen individuellen Parameter und stellt Genussrechtsinhaber und Genussrechtsemittent die Genussrechtsvereinbarung zur Verfügung.

b. Zustandekommen des Vermittlungsvertrages

Der Vermittlungsvertrag zwischen der Finnest GmbH und einem Anleger kommt folgendermaßen zustande:

Zur Nutzung der Plattform oder der Plattform www.kapilendo.de muss sich der Anleger unter Eingabe von persönlichen Daten wie seines Namens, seiner E-Mail- Adresse und eines Passwortes auf der jeweiligen Plattform registrieren. Im Anschluss erhält er einen Bestätigungs-Link per E-Mail. Mit dem Bestätigungs-Link werden dem Anleger diese AGB, die Informationen für Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen für den Vermittlungsvertrag sowie die nach der Verordnung über die Finanzanlagenvermittlung (FinVermV) vorgeschriebenen Informationen übersandt. Mit Aktivierung des Bestätigungs-Links gibt der Anleger ein Angebot auf Abschluss eines Vermittlungsvertrages mit Finnest ab, welches Finnest durch Freischaltung der jeweiligen Plattform gegenüber dem Anleger annimmt.

c. Gesamtpreis, Preisbestandteile, Steuern

Die Registrierung auf der Plattform sowie auf www.kapilendo.de ist kostenlos. Für den Fall des Abschlusses eines Nachrangdarlehensvertrages / einer Genussrechtsvereinbarung verpflichtet sich der Anleger zur Zahlung einer Vergütung in Höhe von einmalig 1 % des Darlehensbetrages / Genussrechtskapitalbetrages, mindestens jedoch EUR 25,00 an Finnest. Der vorgenannte Betrag ist neben dem an den Darlehensnehmer zu zahlenden Darlehensbetrag / dem an den Genussrechtsemittenten zu zahlenden Genussrechtskapitalbetrag der Gesamtpreis, den der Anleger im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Nachrangdarlehens / einer Genussrechtsvereinbarung und dessen / deren Abwicklung an Finnest und den jeweiligen Anbieter zu zahlen hat.

Finnest bietet Anlegern zudem über ihre Vermittlungstätigkeit hinausgehende, zusätzliche Dienstleistungen (wie z.B. die Unterstützung bei der Abwicklung einer rechtsgeschäftlichen Übertragung des Nachrangdarlehens / Genussrechts von dem Anleger auf Dritte) an. Beauftragt ein Anleger Finnest mit der Erbringung solcher zusätzlichen Dienstleistungen, können hierfür Servicegebühren anfallen, deren Höhe sich dem jeweils gültigen Preisverzeichnis auf der Plattform entnehmen lässt. Etwaige in diesem Zusammenhang von Finnest erhobene Servicegebühren sind vom Anleger über den vorgenannten Gesamtpreis hinaus zu tragen.

Die Einkünfte (wie Zinsen und ggf. Sachleistungen wie Waren- / Service-Gutscheinen bzw. die Zahlung der vereinbarten Vergütung) aus den von Finnest vermittelten Nachrangdarlehen / Genussrechten unterliegen bei dem Anleger der Besteuerung. Sämtliche Zahlungen des Anbieters an den Anleger aus dem Vertrag, insbesondere Vergütungszahlungen, erfolgen ohne Abzug oder Einbehalt gegenwärtiger oder zukünftiger Steuern, Abgaben oder Gebühren, welcher Art auch immer, insbesondere solche, die von der Bundesrepublik Deutschland / von der Republik Österreich, einer dazu ermächtigten Gebietskörperschaft oder Behörde, oder für deren Rechnung durch Abzug oder Einbehalt an der Quelle, auferlegt, erhoben oder eingezogen werden, es sei denn, ein solcher Abzug ist gesetzlich vorgesehen (z.B. der Abzug der Kapitalertragssteuer). Der Anleger hat daher grundsätzlich sämtliche Einkünfte aus dem Nachrangdarlehen / dem Genussrecht in seiner Steuerklärung anzugeben und selbst zu versteuern, es sei denn der Anbieter hat einen solchen Abzug oder Einbehalt bereits durchgeführt. Der Anbieter ist in diesem Fall nicht zu einer zusätzlichen Zahlung an den Anleger verpflichtet.

Sofern der Anbieter eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Österreich ist, gilt speziell im Hinblick auf die Besteuerung von Einkünften aus Genussrechten Folgendes: Von dem Anbieter erbrachte Vergütungszahlungen werden derzeit mit 27,5 % Kapitalertragsteuer (KESt) besteuert. Dies gilt auch, wenn es sich bei dem Anleger um eine natürliche Person mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland handelt. Der KESt-Abzug erfolgt automatisch durch die Stelle, die die Vergütungszahlung erbringt und wird an die jeweils zuständige Steuerbehörde abgeführt. Einen etwaigen Rückforderungsanspruch kann der Anleger nur selbstständig bei der zuständigen Steuerbehörde im Quellenstaat geltend machen. Bei den in diesem Absatz enthaltenen Angaben handelt es sich um eine allgemeine Steuerinformation, die eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater nicht ersetzen kann. Die steuerliche Behandlung ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein.

Sofern der Anbieter eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland ist, gilt speziell im Hinblick auf die Besteuerung von Einkünften aus Genussrechten Folgendes: Die aktuelle Besteuerung von Genussrechten sieht grundsätzlich vor, dass Vergütungen von deutschen Kapitalgesellschaften der Kapitalertragsteuer (KESt) zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 26,375 Prozent unterliegen, egal ob das Genussrechtskapital von einer deutschen oder österreichischen Privatperson investiert wird. Der KESt-Abzug erfolgt durch die auszahlende Stelle und wird an die zuständige Steuerbehörde abgeführt. Einen etwaigen Rückforderungsanspruch kann der Anleger nur selbsttätig über die Steuerbehörde im jeweiligen Quellenstaat geltend machen. Hierbei handelt es sich um eine allgemeine Steuerinformation, die eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater nicht ersetzen kann. Jegliche Haftung für die Inhalte ist ausgeschlossen. Die steuerliche Behandlung ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein.

Dem Anleger wird empfohlen, sich in eigener Verantwortung ggf. qualifiziert steuerlich beraten zu lassen. Etwaige Beratungskosten in diesem Zusammenhang sind vom Anleger über den vorgenannten Gesamtpreis hinaus zu tragen.

Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein.

d. Mindestlaufzeit

Der Vermittlungsvertrag hat keine Mindestlaufzeit, sondern ist unbefristet.

e. Vertragliche Kündigungsbedingungen

Sowohl Finnest als auch Anleger und Anbieter sind jederzeit berechtigt, den Vermittlungsvertrag ordentlich oder außerordentlich aus wichtigem Grund zu kündigen.
Vertragsstrafen sind nicht vorgesehen.

f. Einzelheiten der Zahlung und Erfüllung

Die vom Anleger an Finnest zu zahlende Vergütung in Höhe von einmalig 1 % des Darlehensbetrages / Genussrechtskapitalbetrages, mindestens jedoch EUR 25,00, ist im Falle des Abschlusses eines Nachrangdarlehensvertrages / einer Genussrechtsvereinbarung nach Ablauf von 14 Tagen nach Abschluss des betreffenden Nachrangdarlehensvertrages / der betreffenden Genussrechtsvereinbarung zur Zahlung fällig und wird aufgrund eines vom Anleger zu erteilenden SEPA-Lastschriftmandats durch Finnest vom Konto des Anlegers eingezogen.

g. Anwendbares Recht, zuständiges Gericht

Der Vermittlungsvertrag unterliegt deutschem Recht. Gerichtsstand für sämtliche Rechtsstreitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vermittlungsvertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, das Handelsgericht Wien.

Finnest legt der Aufnahme der vorvertraglichen Beziehungen zum Anleger vor Abschluss des Vermittlungsvertrages die jeweils anwendbaren Regelungen des österreichischen und deutschen Rechts zugrunde.

h. Vertrags- und Kommunikationssprache

Deutsch

i. Gültigkeitsdauer der Informationen / des Angebots

Diese Information gilt bis zur Mitteilung von Änderungen. Finnest behält sich vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Vermittlungsvertrag (im Folgenden „ AGB“ genannt) jederzeit zu ändern. Änderungen der AGB sowie die Einführung zusätzlicher Bedingungen (im Folgenden einheitlich „ Änderungen“) werden den Anlegern spätestens sechs Wochen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens per E-Mail übermittelt.  Die Zustimmung eines Anlegers bzw. Anbieters zu den Änderungen gilt als erteilt, wenn der jeweilige Anleger bzw. Anbieter nicht vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen ganz oder teilweise schriftlich (gerichtet an Finnest unter der im Impressum angegebenen Adresse) oder per E-Mail (an ) widerspricht. Auf diese Genehmigungswirkung wird Finnest bei Übermittlung der Änderungen besonders hinweisen.

j. Außergerichtliche Beschwerde- und Rechtsbehelfsverfahren

Die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle ist:

Verein „Schlichtung für Verbrauchergeschäfte“; Mariahilfer Straße 103/1/18, A-1060 Wien; Tel.: +43 (0)1 890 63 11; office@verbraucherschlichtung.at. Die Zugangsvoraussetzungen sind auf der Website der Schlichtungsstelle unter www.verbraucherschlichtung.at ersichtlich. Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist Finnest aber nicht verpflichtet und nicht bereit.

Die EU-Kommission hat eine Internetplattform zur Online-Beilegung von Streitigkeiten geschaffen. Die Plattform dient als Anlaufstelle zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten betreffend vertragliche Verpflichtungen, die aus Online-Dienstleistungsverträgen erwachsen. Nähere Informationen sind unter dem folgenden Link verfügbar: http://ec.europa.eu/consumers/odr . Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist Finnest aber nicht verpflichtet und nicht bereit.

k. Bestehen eines Garantiefonds oder anderer Entschädigungsregelungen

Es bestehen weder Garantiefonds noch andere Entschädigungsregelungen zur Absicherung von Forderungen des Anlegers aus dem Vermittlungsvertrag.

3. Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung auf einem dauerhaften Datenträger, jedoch nicht vor Vertragsschluss und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246b § 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 246b § 1 Absatz 1 EGBGB. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs, wenn die Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Brief, Telefax, E-Mail) erfolgt. Der Widerruf ist zu richten an: Finnest GmbH, Schleifmühlgasse 6-8, Top 815, A-1040 Wien, Österreich, E-Mail: 

Widerrufsfolgen

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren. Sie sind zur Zahlung von Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Dienstleistung verpflichtet, wenn Sie vor Abgabe Ihrer Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen wurden und ausdrücklich zugestimmt haben, dass wir vor dem Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Gegenleistung beginnen. Besteht eine Verpflichtung zur Zahlung von Wertersatz, kann dies dazu führen, dass Sie die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum bis zum Widerruf dennoch erfüllen müssen. Ihr Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Vertrag von beiden Seiten auf Ihren ausdrücklichen Wunsch vollständig erfüllt ist, bevor Sie Ihr Widerrufsrecht ausgeübt haben. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für Sie mit der Absendung Ihrer Widerrufserklärung, für uns mit deren Empfang.

Besondere Hinweise

Bei Widerruf dieses Vertrages sind Sie auch an einen mit diesem Vertrag zusammenhängenden Vertrag nicht mehr gebunden, wenn der zusammenhängende Vertrag eine Leistung betrifft, die von uns oder einem Dritten auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen uns und dem Dritten erbracht wird.

Ende der Widerrufsbelehrung

 

Geheimhaltung

Die Unternehmen legen gegenüber Interessenten Informationen offen, an denen sie ein Geheimhaltungsinteresse haben.

Registrierte Benutzer von Finnest (die „Benutzer“) verpflichten sich, Vertrauliche Informationen streng vertraulich zu behandeln und dafür Sorge zu tragen, dass von ihnen verschiedene Personen (“Dritte“) keine Kenntnis hiervon erlangen können. Der Begriff “Vertrauliche Informationen” umfasst alle schriftlichen und/oder elektronischen Daten, Informationen, Materialien, Muster und Unterlagen, die den Benutzern vom Unternehmer auf der von der Finnest GmbH betriebenen Plattform offengelegt werden.

Die Benutzer verpflichten sich, Vertrauliche Informationen allfällig ausschließlich solchen ausgewählten Dritten zu offenbaren, die Zugang zu Vertraulichen Informationen erhalten müssen, soweit es für die erfolgreiche Durchführung der alternativen Finanzierung des Unternehmens notwendig ist.

Nicht als Vertrauliche Informationen gelten Informationen, die zum Zeitpunkt der Durchführung der alternativen Finanzierung des Unternehmens öffentlich bekannt waren oder den Benutzern vor Durchführung der alternativen Finanzierung des Unternehmens nachweislich bereits bekannt waren. Die Benutzer sind zur Weitergabe Vertraulicher Informationen berechtigt, soweit sie dazu aufgrund gesetzlicher Verpflichtung oder behördlicher Anordnung verpflichtet sind.

Die Benutzer erwerben an den Vertraulichen Informationen weder Eigentums-, noch Nutzungsrechte, welcher Art auch immer.

Auszeichnung - Deutsches KreditinstitutAuszeichnung - Standesregeln FinanzdienstleisterAuszeichnung - Austrian Crowdinvesting Committee Code of ConductAuszeichnung - BBVA Open Talent Finalist StartupAuszeichnung - Born Global ChampionAuszeichnung - Wiener Börse Partner