Fast & Furious

Finnest beim 4GAMECHANGERS Festival

„Fast & furious: racing for money in a disrupted financial sector“. Zugegeben, der Titel der Diskussionsrunde zum Thema FinTechs und Banken, war ... reißerisch. Das passt insofern, als das 4GAMECHANGERS Festival der ProSiebenSat1PULS4 Mediengruppe den Rahmen für diese Überlegungen zur Zukunft der Finanzindustrie bot, und nicht irgendein dröger Versammlungssaal in einem Finanzinstitut aus den 70er Jahren. Ein bisschen „Hollywood meets Start-up“. Und auch passend für eine Mediengruppe, die mehr Zahlen im Namen hat, als die meisten Finanz-Firmen.

Die Diskussionsrunde war gut besetzt, u.a. mit

  • Claus Raidl, Präsident der Österreichischen Nationalbank
  • Hansi Hansmann, Österreichs Über-Business Angel
  • Philipp Kinsky, DER Start-up-Anwalt am Platze
  • Bernhard Engel, zuständiger Partner beim Big5 PwC
  • Eveline Steinberger-Kern,Unternehmerin und Start-up Gründerin
  • ... und irgendwie hat es unser Jörg da auch auf’s Podium geschafft

WAS SCHLUCKEN FINTECHS?

Der Präsident der Österreichischen Nationalbank, startete – programmgemäß – „unterhaltsam“: „Entweder werden die Banken die FinTechs oder die FinTechs die Banken schlucken“, führte er aus. Und sah den 47-jährigen Finnest-Mitgründer Joerg Bartussek an, der als „Vertreter der jungen FinTech-Generation“ geladen war. Und Joerg, der freche Jüngling, lachte, bevor er meinte, keine Ambitionen zu haben, die Nationalbank zu schlucken. Es ist nicht überliefert, ob sich darob in der vollen Halle beim 4GAMECHANGERS-Publikum Erleichterung breitmachte.

Die Rechts- und Consultingprofis, definitiv besser angezogen als der FinTech-Spund, führten aus, dass es auch in Zukunft weiter „Intermediäre“ zwischen Geld auf der einen und Privatpersonen sowie Unternehmen auf der anderen Seite geben werde. Und alles werde einfacher, schneller, weniger komplex. Sehr diplomatisch die Herren. Der Herr Präsident, Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich, räumte den Banken gute Chancen auf die Intermediär-Position ein. Sterne verpflichten nie zur Objektivität!

Jörg Bartussek ist Träger keines einzigen Ehrenzeichens (Freischwimmer-Abzeichen gilt nicht!) und auch nicht ganz objektiv: „FinTechs können die besseren Intermediäre sein!“ Natürlich dachte er da an Finnest, die größte Plattform im deutschsprachigem Raum, die Crowdinvestings für den Mittelstand „intermediiert“. Zumindest Frau Steinberger-Kern nickte, wir mögen sie gern!

ICO und KRYPTO

Die Diskussion zweigte dann in Richtung ICOs (Initital Coin Offerings), Geschäftsmodelle auf Basis von Crypto Currencies (Kryptowährungen) und den Vorteilen von Kryptowährungen gegenüber staatlichen Währungen ab. Österreich hat da international gute Chancen, so die Diplomaten von Herbst Kinsky und PwC. Der Finnest-Jüngling wollte hier nicht außen vor bleiben: „Alles, was Kooperationspotenziale hat, ist willkommen!“, so Bartussek staatstragend. Und dann war Mittagspause.

(Die gesamte Diskussion ist übrigens unter folgendem Link in der PULS 4-Mediathek abrufbar: https://www.puls4.com/4GAMECHANGERS/Videos/4STARTUPS/Fast-furious-racing-for-money-in-a-disrupted-financial-sector)